Evaluierung und Monitoring

Dieser Arbeitsbereich umfasst die Evaluierung von Umweltprogrammen sowie die Methodenentwicklung für Monitoringsysteme. Im Zuge der Methodenentwicklung wird seit Langem auch die Bewertung der Nachhaltigkeit in Regionen bearbeitet.

Für die Niederösterreichische Landesregierung werden jährlich jene Maßnahmen, welche im Zuge des NÖ-Klima und Energieprogramms zur Emissionsminderung getroffen werden, auf ihre Wirksamkeit überprüft. Dabei werden sowohl die umgesetzten Maßnahmen zum NÖ Klima- und Energieprogramm dokumentiert als auch ein detaillierter Überblick über die Entwicklung der Maßnahmen und über die Emissionstrends der Bundesländer Luftschadstoffinventur (BLI) gegeben.

Aufbauend auf den Erfahrungen in NÖ wird das Monitorings zum Klimaschutzplan Steiermark bearbeitet. Mit ähnlicher Aufgabenstellung aber adaptierter Methodik werden hier die Maßnahmenumsetzung und die erzielten Wirkungen erhoben.

Die Evaluierung von verschiedenen Förderprogrammen ist ein kontinuierlicher Schwerpunkt am Institut. Für die Steiermark wird jährlich das WIN-Programm evaluiert. Seit 2010 erfolgt eine begleitende Betreuung der Maßnahmendatenbank mit Rückmeldungen an die Berater. Die Ergebnisse der Effekte des WIN-Programms werden jährlich an das Programmmanagement übermittelt. 2014 konnte auch der Auftrag über die Evaluierung der 5. Programmperiode des ÖkoBusiness Plans Wien erhalten werden. Beide Evaluierungen basieren auf der Auswertung der Maßnahmendatenbank der Regionalprogramme hinsichtlich der erzielten Umweltentlastungen, struktureller und ökonomischer Daten.

Die Bewertung der Ziele und Aktivitäten eines Bundeslands hatte das Projekt "Nachhaltigkeit messbar machen" für die Tiroler Landesregierung zur Analyse der Wirkungen der nachhaltigen Landesentwicklung zum Ziel. Dabei wurden ein Indikatorenset und ein entsprechendes Tool für das kontinuierliche Monitoring der Entwicklung des Landes entwickelt.



Aktuelle und abgeschlossene Projekte




Klimaschutzbericht Steiermark

Monitoring Klima- und Energie

Auftraggeber
Land Steiermark, A15

Projektverantwortung

Projektleitung
H. Schmidt-Stejskal

Projektdurchführung
H. Schmidt-Stejskal

Projektstatus
wird jährlich aktualisiert

Das Land Steiermark hat 2009 die Erstellung eines Klimaschutzplans in Auftrag gegeben, der im Sommer 2010 durch den Landtag beschlossen wurde. Im Juli 2013 wurde der zweite Klimaschutzbericht Steiermark der Landesregierung vorgelegt und angenommen. Gleichzeitig fasste die Landesregierung den Beschluss eines Maßnahmenpakets zu einer Umsetzungsphase II, welches 109 Einzelmaßnahmen enthält.

Die zentralen Ziele des bestehenden Monitoringssystems sind daher

  • das Monitoringsystem für die laufende Umsetzungsphase II unter Berücksichtigung nationaler Berichtspflichten durchzuführen,
  • die Ergebnisse des Monitoringprozesses zu reflektieren,
  • den Beteiligungsprozess des Monitoring innerhalb der Verwaltung und mit Stakeholdern zu gestalten und umzusetzen.




Der aktuelle "Klimaschutzbericht Steiermark" und die Aktivitäten des Landes Steiermark zum Klimaschutzplan sind unter nachfolgendem link anzusehen
Download Klimaschutzbericht


Mit Regierungssitzungsbeschluss vom September 2014 und dem Landtagsbeschluss vom April 2015 wurde festgelegt, dass der Klimaschutzplan Steiermark und die Energiestrategie 2025 zu einem strategischen Dokument zusammengefasst werden sollen. Hintergrund dazu ist,

  • dass mit dem Österreichischen Klimaschutzgesetz auch die Bundesländer für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen mitverantwortlich gemacht wurden,
  • dass das Österreichische Energieeffizienzgesetz einen neuen Rahmen auch für die Ländermaßnahmen vorgibt,
  • dass die EU ihre neuen Klima- und Energieziele bis 2030 definiert hat.
Analyse von Energieeffizienz, Erneuerbaren und Treibhausgasen in NÖ

Auftraggeber
NÖ Landesregierung, Abt. RU3

Projektverantwortung

Projektleitung
H. Schmidt-Stejskal

Projektdurchführung
H. Schmidt-Stejskal

Projektstatus
wird jährlich aktualisiert

Ziel der Arbeiten ist es, die vielfältigen Aktivitäten der Landesabteilungen abzustimmen, und die Effekte von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zu Treibhausgasen im Kontext zu nationalen Dokumentationen zu analysieren.Betreffend die Energieeffizienz und die Erneuerbaren werden eine Reihe von Analysen und Auswertungen durchgeführt, darunter fallen:

  • Auswertung der NÖ Energiebilanz
  • Analyse der Energiedaten
  • Abschätzung sektoraler Energietrends
  • Entwicklung der Erneuerbaren - Ökostromanlagen und Bio-Nahwärme
  • Energieeinsparung der Wohnbauförderung
  • Ermittlung der Energieeffizienz

Betreffend die Treibhausgas-Emissionen im Land NÖ werden nachfolgende Analysen und Auswertungen durchgeführt:

  • Darstellung ETS und Non-ETS-Emissionen
  • Analyse Hauptquellenemittenten
  • Berechnung der Emissionsdaten
  • Auswertung ETS-Betriebsdaten
  • Bewertung sektoraler Emissionen

Die Ergebnisse und Inhalte der Analysen zu Energieeffizienz, Erneuerbare und Treibhausgase werden den Fachabteilungen präsentiert und zur Verfügung gestellt und dienen als Grundlage für die Eintragung in die Monitoringstelle zur Energieeffizienz (siehe https://www.monitoringstelle.at/) und für den "NÖ Umwelt-, Energie- und Klimabericht"


Klima- und Energiemonitoring NÖ

Monitoringmodell zum NÖ Klima- und Energieprogramm 2020(KEP)

Auftraggeber
NÖ Landesregierung, Abt. RU3

Projektverantwortung
IIÖ

Projektleitung
H. Schmidt-Stejskal

Projektdurchführung
H. Schmidt-Stejskal

Projektstatus
wird jährlich aktualisiert

Ziel der Arbeiten ist die Darstellung der Effekte von Maßnahmen des NÖ-Klima- und Energieprogramms 2020 (KEP) und deren Verbindung zu nationalen Bewertungssystemen. Die Arbeiten umfassen:

  • die Erhebung der Daten zu Bereichen und Maßnahmen
  • die Auswertung nach unterschiedlichen methodischen Verfahren
  • die Diskussion in Handlungsfeld- und Bereichstreffen
  • die Dokumentation bei Präsentationen und in Berichten

Im Rahmen des Wirkungs-Monitoring zum NÖ Klima- und Energieprogramm werden die Datensätze zu Zielen, Strukturen und Maßnahmen mit den Fachabteilungen abgestimmt, und laufend an das nationale Monitoring u.a. zum Klimaschutzgesetz angepasst. Die Daten zu den Zielen und Bereichen werden in einer Datenbank in Evidenz gehalten und vom IÖ jährlich aktualisiert. Die Maßnahmen-Indikatoren tragen die Fachabteilungen direkt in diese Datenbank ein, im Rahmen des Umsetzungs-Monitorings erfolgt die Erhebung des Umsetzungsstandes der Instrumente, das IÖ überprüft die Daten auf deren Vollständigkeit und Plausibilität. Für ein erfolgreiches Umsetzen des NÖ Klima- und Energieprogramms 2020 wird eine breite Diskussion der Inhalte mit ExpertInnen und Fachorganisationen aus unterschiedlichen Abteilungen des Landes NÖ durchgeführt, für die das aufgebaute Monitoringsystem die Informationen über die Aktivitäten und Effekte liefert.




ÖkoBusinessPlan Wien

Evaluierung der 5. Programmperiode des ÖkoBusinessPlan Wien

Auftraggeber
Stadt Wien, MA 22

Projektverantwortung

Projektleitung
Andreas Windsperger

Projektdurchführung
Bernhard WIndsperger, Brigitte Windsperger

Projektstatus
läuft bis 2017

Der ÖkoBusinessPlan Wien (ÖBP Wien), das Umwelt-Service-Paket der Stadt Wien, wurde 1998 von der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) ins Leben gerufen. Durch den ÖBP Wien werden Wiener Unternehmen bei der Umsetzung von umweltrelevanten Maßnahmen im Betrieb unterstützt, um beispielsweise Betriebskosten im Unternehmen zu senken.Ziel dieses Förderprogramms ist mit verschiedensten Angeboten Wiener Unternehmen in umweltbezogenen Fragestellungen zu unterstützen, um in weiterer Folge einerseits saubere Gewinne für Umwelt und Unternehmen durch ökologisches Wirtschaften und andererseits mit Umweltschutz innerhalb der Unternehmen hohe Qualität und finanzielle Vorteile erzielen zu können.

Das IÖ wurde 2014 mit der Auswertung der nächsten Programmperiode (Jahrgänge 2014 bis 2016) beauftragt. Die Evaluierung weist folgende Inhalte auf:


  • Plausibilitätsprüfung der Daten und Rückmeldungen an die Berater
  • Erstellung einer Gesamtbilanz der erzielten Umweltentlastung je Programmjahr
  • Analyse und Bewertung der erzielten Umweltentlastung

Die Auswertung basiert auf den eingetragenen Daten in der Maßnahmendatenbank, die zeitlich geblockt, jeweils im Zeitraum von Mitte Jänner bis Ende Februar für das vorangegangene Programmjahr durchgeführt wird. Dabei werden die erzielten monetären Effekte, Investitionen und Einsparungen, sowie die physischen Umweltentlastungen in den folgenden Bereichen ermittelt:


  • Rohstoffe und Hilfsstoffe, Abfälle
  • Wassereinsatz und Abwasser
  • Energie nach Energieformen
  • Verkehr nach Transportmitteln
  • Klimawirkungen

Die Analyse umfasst folgende Fragestellungen:


  • Verhältnis der monetären Einsparungen zu den Umweltentlastungen
  • Welche Maßnahmenarten prägen die Ergebnisse?
  • Welche Programmlinien prägen die Ergebnisse?
  • Amortisationszeit der Maßnahmen in Abhängigkeit der Maßnahmenart
  • Verteilung des Innovationsgrads der Maßnahmen
  • Auswertung der Wirkungen nach ÖNACE Tätigkeitsklassen
  • Auswertung der 10 TOP-Maßnahmen hinsichtlich wesentlicher Wirkungen

Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit

Evaluierung des WIN-Programms

Auftraggeber
Land Steiermark

Projektleitung
IIÖ

Projektdurchführung
A. Windsperger, B. Windsperger

Projektstatus
wird jährlich aktualisiert

Die Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit kombiniert verschiedene umweltpolitische Elemente: Sie sensibilisiert und informiert die Steirische Wirtschaft über das Leitbild des Nachhaltigen Wirtschaftens, bietet geförderte Beratungsleistungen an und trägt zum Aufbau eines regionalen Akteursnetzwerks bei.

Das WIN-Programm wird seit 2005 jährlich durch das IÖ evaluiert, seit 2010 erfolgt eine begleitende Betreuung der Maßnahmendatenbank mit Rückmeldungen an die Berater. Die Ergebnisse der Effekte des WIN-Programms werden jährlich an das Programmmanagement übermittelt. 2013 wurden folgende Leistungen durchgeführt.

Begleitende Plausibilitätsprüfung der eingetragenen Daten: Die neu hinzugekommenen Maßnahmen werden alle zwei Monate zusammengestellt und einer Plausibilitätsprüfung unterzogen. Dabei werden die Maßnahmen auf realistische Angaben, die Effekte auf Plausibilität und Vollständigkeit sowie Übereinstimmung mit dem Text geprüft.

Periodische Rückmeldungen an die Berater: Die bei der Plausibilitätsprüfung hinsichtlich Vollständigkeit, Richtigkeit, Validität, etc. aufgetretenen Fragen werden danach an die zuständigen Berater weitergegeben. Die Kommunikation mit den Beratern erfolgt über die MDB und ergänzend per E-mail oder Telefon. Bei erfolgreicher Korrektur der Maßnahme endet der Kontakt mit dem Berater.

Die Arbeiten werden jährlich in einem Bericht an das Programmmanagement dokumentiert. Dabei werden die Zahl der Maßnahmen, Kosten und Einsparungen sowie die Erfahrungen aus der Plausibilitätsprüfung zusammengestellt. Der Bericht über die Ergebnisse der Plausibilitätsprüfung, die Wirkungen und die strukturellen Entwicklungen des Programms umfasst:

  • Plausibilitätsprüfung
  • Datenstand
  • Kosten und Einsparungen
  • Umweltwirkungen
  • Maßnahmenarten
  • Amortisationszeitverteilung
  • Innovationsgrad
  • Modulverteilung
  • TOP-Maßnahmen und TOP-Berater

Evaluierung des WIN-Programms - Zusatzerhebung "Umsetzung geplanter Maßnahmen"

Auftraggeber
Land Steiermark

Projektleitung
IIÖ

Projektdurchführung
A. Windsperger, B. Windsperger

Projektstatus
abgeschlossen

In der WIN-Maßnahmendatenbank (MDB) sind die Maßnahmen des Programms "Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit WIN" und ihre ökonomischen Daten und Umwelteffekte immer mit dem aktuellen Status (geplant oder realisiert) eingetragen. Etwa die Hälfte der Maßnahmen ist im Status "geplant" eingetragen, wobei von diesen wesentliche ökonomische und ökologische Wirkungen zu erwarten sind. Ziel dieses Vorhabens war es, an Hand einer Auswahl von maßgeblichen Maßnahmen, die in der MDB im Status "geplant" eingetragen sind, zu erheben, ob dieser Status noch aktuell ist oder ob Maßnahmen mittlerweile bereits umgesetzt wurden und welche Wirkungen tatsächlich erzielt wurden.

Aus den in der WIN-Datenbank im Planungsstatus eingetragenen Maßnahmen wurden maßgebliche und repräsentative Maßnahmen eruiert. Für die Auswahl dieses Samples von Maßnahmen im Status "geplant" wurde primär von den über die WIN-Evaluierung verfügbaren Wirkungsangaben ausgegangen. Um auch Maßnahmen kleinerer Betriebe mit einbeziehen zu können, wurden neben den Absolutwerten auch die spezifischen Effekte (bezogen auf Mitarbeiter oder Umsatz) für die Auswahl herangezogen. Es wurde dabei versucht, möglichst unterschiedliche Wirkungsbereiche zu berücksichtigen. Auf diesem Weg wurden insgesamt 55 Maßnahmen unabhängig vom Modul ausgewählt.

Bei einer erfolgten Umsetzung wurden diese tatsächlich erzielten Wirkungen den ursprünglich eingetragenen Wirkungen im Planungsstatus zu Vergleichszecken gegenübergestellt.

Im Fall, dass Maßnahmen (noch) nicht umgesetzt wurden, wurden die Hintergründe bzw. die Hemmnisse erhoben, weshalb die Maßnahmen (noch) nicht umgesetzt werden bzw. ob noch weiterer Beratungsbedarf besteht. Begründungen, warum die Eintragungen nicht dem aktuellen Stand entsprechen, sollten Rückschlüsse auf zukünftige Maßnahmen zur Verbesserung der Aktualität der MDB ermöglichen.

Maßnahmendatenbank der Regionalprogramme

Auswertung der MDB der Regionalprogramme auf Maßnahmen im Rahmen von EMAS

Auftraggeber
Lebensministerium

Projektverantwortung
IIÖ

Projektleitung
A. Windsperger

Projektdurchführung
B. Windsperger

Projektstatus
abgeschlossen 2013

Seit 1993 bietet das europäische Umweltmanagement ein freiwilliges Instrument für eine nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft und in der Verwaltung. Dabei hat sich das Umweltmanagementsystem EMAS durchgesetzt. Die Einführung des EMAS-Umweltmanagementsystems wird über die Abwicklungsstellen in den Bundesländern gefördert. Die Maßnahmendatenbank (MDB) der Regionalprogramme dient zur Dokumentation der Aktivitäten im Rahmen der diesbezüglichen Förderungen und wurde als Basis der Auswertung herangezogen.

Im Rahmen des Projekts wurde das Vorliegen von Angaben in den für EMAS relevanten Bereichen erhoben und diese nach ihren Wirkungen ausgewertet.

Neben der allgemeinen Darstellung wurden die ökologischen Effekte der Maßnahmen nach den Umweltwirkungen, Branchen und Betriebsgröße dargestellt. Mittels der bewirkten monetären Einsparung und der Kosten der Maßnahmen konnten die ökonomischen Wirkungen dargestellt werden. Durch das Verhältnis Kosten zu monetärer jährlicher Einsparung konnte die Amortisationszeit ausgewiesen werden. Dabei wurde berücksichtigt, dass nur jene Kosten für die Berechnung herangezogen wurden, die auch Einsparung aufweisen. Zusätzlich wurden die ökologische als auch die jährliche monetäre Einsparung über eine Wirkungsdauer (WD) von drei Jahren dargestellt.

Tiroler Nachhaltigkeitsstrategie

Nachhaltigkeit in der Tiroler Landesverwaltung messbar machen

Auftraggeber
Tiroler Landesregierung

Projektleitung
akaryon

Projektdurchführung
J. Palatin, P. Busswald, A. Windsperger

Projektstatus
abgeschlossen 2014

Die Tiroler Nachhaltigkeitsstrategie "Leben mit Zukunft" ist die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung im Land Tirol. In dieser Strategie werden in zwölf spezifischen Handlungsfeldern konkrete Ziele definiert. Diese Ziele sollen durch nachhaltige Maßnahmen erreicht werden. Als Weiterentwicklung der Strategie ist die die periodische Bewertung und die Messung aller Vorhaben des Landes Tirol vorgesehen. Um diese Vorgabe zu erfüllen wurden im Rahmen des Projekts Evaluationsinstrumente entwickelt.

Die Entwicklung der Bewertungsinstrumente wurde in einem partizipativen Prozess an dem alle Abteilungen des Landes Tirol teilnahmen durchgeführt. Am Beginn des Prozesses wurde ein Workshop zur Konstituierung einer NachhaltigkeitsexpertInnen-Gruppe durchgeführt. Im Rahmen des Workshops wurden die Eckpunkte zur Toolentwicklung festgelegt. Die Umsetzung der Tools wurde von Praxistests begleitet. Die Erfahrungen der Testpersonen wurden in die Toolentwicklung aufgenommen. Die Präsentation der Tools erfolgte im Rahmen eines zweiten Workshops. Die Feedbacks der TeilnehmerInnen wurden eingearbeitet.

Das Bewertungsinstrument "Check Nachhaltigkeit Land Tirol" ist excel basiert und wurde zur Messung der Nachhaltigkeit aller Vorhaben im Land Tirol entwickelt. Die Anwendung des Tools erfolgt in folgenden Schritten

  • Anlegen eines Vorhabens
  • Bewertung der Themenfelder strukturiert nach den Handlungsfeldern der Tiroler Nachhaltigkeitsstrategie "Leben mit Zukunft" & Grob- und Detailbewertung einzelner Themenfelder
  • Ergebnisdarstellung in anschaulicher Grafik nach den Handlungsfeldern und nach den Themenfeldern des Instruments
  • Drucken verschiedener Reports

Zusätzlich können interaktiv im Tool verschiedenste Infos aufgerufen werden. Zur Bewertung der Nachhaltigkeit wurden Indikatoren erstellt, die den Handlungsfeldern der Tiroler Nachhaltigkeitsstrategie "Leben mit Zukunft" zugeordnet wurden. Eine wichtige Vorgabe der Indikatorenerstellung war die Ausgewogenheit der Dimensionen der Nachhaltigkeit, die Verfügbarkeit der Daten und die Relevanz für das Land Tirol.

Förderungen

Biomasse-Förderungen in Österreich

Auftraggeber
Plattform Forst-Holz-Papier, Austropapier, Fachverband der Holzindustri

Projektverantwortung
IIÖ

Projektleitung
IIÖ

Projektdurchführung
A. Windsperger, B. Windsperger

Projektstatus
abgeschlossen 2011

Im Zuge dieser Arbeit wurden die Auswirkungen von Förderungen hinsichtlich der Biomassenutzung betrachtet. Dabei zeigte sich bei den untersuchten umweltbezogenen für Biomasse relevanten Förderungen (ohne Wohnbauförderung) eine überwiegende Ausrichtung auf den energetischen Einsatz. Durch die forcierte Substitution von fossilen Brenn- und Treibstoffen kam es zu einer Steigerung im Biomasseeinsatz von insgesamt 18.516 TJ Über die Jahre 2005 bis 2007 sowie 13.870 TJ über den Evaluierungszeitraum 2008 bis 2010. Dem standen Effizienzmaßnahmen sowie Maßnahmen zur thermischen Gebäudesanierung gegenüber, die zu einer Einsparung an Biomasse von 28 TJ über die Jahre 2005 bis 2007 bzw. 68 TJ über die Jahre 2008 bis 2010 führten.

Insgesamt zeigt sich, dass die untersuchten Förderungen (ohne WBF) zu einem Ersatz von fossilen durch biogene Energieträger führen, allerdings ist der biogene Energieeinsatz höher als die eingesparte fossile Energiemenge. Diese Steigerung im energetischen Biomasseeinsatz könnte in Zukunft zu einer weiteren Marktverknappung der Rohstoffe für die stoffliche Nutzung beitragen.

Für eine erste Abschätzung der Effekte von möglichen Maßnahmen zur Steigerung der Ressourceneffizienz wurden die Auswirkungen auf den Holzfluss in unterschiedlichen Szenarien dargestellt. Dabei zeigte sich, dass bei konstantem energetischen Biomasseeinsatz durch gezielte Maßnahmen der Rohstoffbedarf sowohl für die stoffliche als auch die energetische Biomassenutzung gedeckt und darüber hinaus eine höhere Wertschöpfung erzielt werden kann.

Evaluierung der Umweltförderung des Bundes 2008-2010

Auftraggeber
Lebensministerium

Projektverantwortung
IIÖ

Projektleitung
IIÖ

Projektdurchführung
IIÖ, gemeinsam mit IWI und ÖAR Regionalberatung GmbH

Projektstatus
abgeschlossen 2011

Der Evaluierungsbericht für den Untersuchungszeitraum 1.1.2008 bis 31.12.2010 wurde aufgrund der Vorgaben des Umweltförderungsgesetzes durchgeführt.

Es wurden die folgenden Bereiche untersucht, und deren organisatorische, ökologische und ökonomische Aspekte beleuchtet:

  • Wasserwirtschaft (WAWI) bestehend aus den Bereichen Siedlungswasserwirtschaft (SWW), betriebliche Abwassermaßnahmen (BAM) und Gewässerökologie (GewÖko)
  • Umweltförderung im Inland (UFI), inklusive der Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Europäischen Fonds für die Ländliche Entwicklung (ELER), sowie das Konjunkturpaket II Thermische Gebäudesanierung für Betriebe (KP II TGS Betriebe) und Private (KP II TGS Private)
  • Umweltförderung im Ausland (UFA)
  • Altlastensanierung und Sicherung (ALTL)
  • Joint Implementation/Clean Development Mechanism-Programm (JI/CDM)

Wie schon bei der Untersuchung der Vorperioden wurden zur Analyse der einzelnen Förderungsbereiche die im Berichtszeitraum bearbeiteten Förderfälle auf Basis der von der Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC) Übermittelten Daten (Projektkenndaten aus der Projektdatenbank) ausgewertet.

Nachhaltigkeitsbewertung von Förderungen in Niederösterreich

Auftraggeber
NÖ Landesregierung

Projektverantwortung
IIÖ

Projektleitung
IIÖ

Projektdurchführung
A. Windsperger, M. Thurner

Projektstatus
abgeschlossen 2010

Das Schlagwort "Nachhaltige Entwicklung" hat in den letzten Jahren im politischen Bereich sowohl auf Bundes- als auch auf Länderebene immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Forderung nach einem Bewertungsinstrument zur begleitenden Evaluierung von Prozessen und Politiken hinsichtlich des Erreichens der gesetzten Ziele war daher Gegenstand dieses Projekts.

Ziel des Projekts war der Aufbau eines Systems der Nachhaltigkeitsevaluierung von Förderungen des Landes Niederösterreich. Mit einem vom IIÖ entwickelten Bewertungstool wurden in der Pilotphase einzelne Förderungen des Landes auf ihre Wirkungen hin beurteilt.

Die Abschätzung der Intentionen einzelner Förderungen erfolgte durch Vertreter der zuständigen Abteilungen. Anhand dieser qualitativen Einschätzung wurden Wirkungsprofile erstellt, die Aufschluss über die Wirkungen der Förderungen in den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (Gesellschaft/Soziales " Ökonomie " Ökologie) gaben. Die Gesamtwirkung der Förderungen wurde in einem weiteren Schritt den Prioritäten des Landes Niederösterreich gegenübergestellt, welche von den Fachabteilungen bzw. der Politik festgelegt wurden.

Die Ergebnisse können als Grundlage für weitere Entscheidungen der Förderstellen in der Gestaltung der Förderungen verwendet werden, notwendige Adaptierungen bereits laufender Förderungen sichtbar machen und damit einen wesentlichen Beitrag zur effektiven Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in Niederösterreich leisten.

Evaluierung

Evaluierung des WIN-Programms

Auftraggeber
Land Steiermark

Projektverantwortung
WU Wien

Projektleitung
IIÃ und WU Wien

Projektdurchführung
IIÖ, gemeinsam mit WU Wien

Projektstatus
abgeschlossen 2011

Die Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit kombiniert verschiedene umweltpolitische Elemente: Sie sensibilisiert und informiert die Steirische Wirtschaft über das Leitbild des Nachhaltigen Wirtschaftens, bietet geförderte Beratungsleistungen an und trägt zum Aufbau eines regionalen Akteursnetzwerks bei. Um ihre Wirkungsweise darzustellen, wurde in einem ersten Forschungsprojekt die US-Methode der "Logic Models" zur Konzeption eines Begleitforschungs- und Evaluationsprojekts genützt. Gemeinsam mit den Programmverantwortlichen wurden Forschungsfragen formuliert und der Evaluationsbedarf konkretisiert. Auf diesen Vorarbeiten baut das Begleitforschungsprojekt auf und gliedert sich in folgende Schritte:

  • Performance-Evaluation auf Basis der installierten "Maßnahmendatenbank"
  • Betriebsbefragung zu Erhebung von Erfahrungen, Erfolgsfaktoren und Schwachstellen des Programms aus der Sicht der beratenen Betriebe, Nutzenabschätzung
  • Umfeldanalyse (Perspektive WIN-Konsulenten, Multiplikatoren des Programmumfelds, Konsistenz der Programmumsetzung)
  • Auswertung von Kostendaten (Förderfälle) als Bezugsbasis für Bewertung der Programm-Effizienz Abschätzung Verbreitungspotenziale

Seit 2005 wird die Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit periodisch jährlich evaluiert. Seit 2010 erfolgt eine begleitende Betreuung der Maßnahmendatenbank mit Rückmeldungen an die Berater. Die Ergebnisse der Effekte der WIN-Programme werden jährlich an das Programmmanagement übermittelt.

Evaluierung Ökomanagement Niederösterreich

Auftraggeber
NÖ Landesregierung Abt. RU3 NÖ

Projektverantwortung
WU Wien

Projektleitung
IIÖ

Projektdurchführung
IIÖ, gemeinsam mit WU Wien

Projektstatus
abgeschlossen 2007

Gemeinsam mit dem Research Institute for Managing Sustainability der Wirtschaftsuniversität Wien wurde eine Evaluation des Beratungsprogramms ÖkoManagement Niederösterreich vorgenommen. Dabei wurden zwei Gruppen von Evaluationsfragen, die für das Programmmanagement derzeit die größte Handlungsrelevanz haben, betrachtet.

  • Zum einen wurden die vom Programm erzielten Wirkungen untersucht, auf die Verfügbarkeit und Qualität von Wirkungsdaten eingegangen und daraus Schlussfolgerungen für das weitere Monitoring des Programms gezogen.
  • Zum anderen wurden die Motive der Betriebe sich im Rahmen von ÖkoManagement langfristig und dauerhaft zu engagieren erhoben und daraus Schlussfolgerungen für die Programmstruktur gezogen.

In der Schlussfolgerung wird ein Redesign der Module von ÖkoManagement Niederösterreich angeregt. Die Dokumentation der geplanten und umgesetzten Maßnahmen sollte enger an die Beratung gekoppelt werden und in der Kommunikation gegenüber teilnehmenden und interessierten Betrieben eingesetzt werden, um den Nutzen einer Teilnahme und eines dauerhaften Engagements zu vermitteln. Durch eine jährliche Plausibilitäts- und Vollständigkeitsprüfung sollte die Qualität der erhobenen Daten sichergestellt, ein laufendes Monitoring unterstützt und die Basis für künftige Evaluationen gelegt werden.