Klima, Energie, Emissionen

Schon seit Beginn der Tätigkeit wurden Emissionserhebungen im Industriebereich durchgeführt, die seither mehrfach und für einzelne Stoffgruppen detaillierter aktualisiert werden konnten. Die Schwerpunkte der Arbeiten lagen dabei auf den Emissionen von Treibhaus- und NEC-Gasen vor allem aus dem Industriebereich. Aufbauend auf einer Studie für die Sparte Industrie, bei der die Situation und die Maßnahmen der Industrie, die weitere mögliche Potenziale im Industriebereich betrachtete, war das Institut in Stellungnahmen zu aktuellen Richtlinien und Verordnungen von Seiten der Wirtschaftskammer Österreich eingebunden.

Seit zwei Jahren wird ein Projekt bearbeitet, welches die Klimaemissionen hinter dem nationalen Konsum über einen Prozesskettenansatz in Kombination mit LCA-Faktoren ermittelt. Dabei werden im Unterschied zur Inventur zu den Emissionen innerhalb der nationalen Grenzen jene hinter importierten Produkten addiert, und jene hinter Exporten abgezogen. Damit kann ein transparenteres Bild der tatsächlichen Klimawirkungen des österreichischen Konsums erhalten werden. In weiterer Folge können daraus auch wichtige Handlungsoptionen zur globalen Emissionsverminderung abgeleitet werden.

In einem weiteren Projekt wurden die Klimabelastungen verschiedener Konsumbereiche ermittelt, um darzustellen, welche Konsumbereiche die größten Potenziale zur Treibhausgasreduktion aufweisen. Dabei ist als repräsentatives Beispiel die Auswirkung von Dämmstoffen auf die Energiebilanz eines Wohnhauses dargestellt, um die letztlich bewirkten Reduktionen aufzuzeigen.

Eine Fortsetzung der Arbeiten im Klimabereich für Bundesländer ist die Darstellung der Auswirkung von Maßnahmen auf die Emissionsentwicklung des jeweiligen Landes. Dafür wurde ein fächerübergreifendes Modell für das NÖ-Klimaprogramm entwickelt, mit dem jährlich die Effekte von Maßnahmen des NÖ-Klima- und Energieprogramms auf nationale Bewertungssysteme dargestellt werden.

In den jahren davor wurde unter anderem die Energieeffizienzrichtlinie in Österreich für das BMWFW ausgearbeitet und für das Land Salzburg die vorhandenen Förderungen hinsichtlich gegenlaufender Effekte zu den Klimazielen untersucht. Auf Basis dieser Ergebnisse wurden zusammen mit den Fördergebern Lösungsvorschläge ausgearbeitet.



Aktuelle und abgeschlossene Projekte




Klimabelastungen durch den österreichischen Konsum

Im Zuge von Gesprächen mit Projektpartnern konnte im Laufe des Sommers 2014 eine Überlegung zu einer "Klima-Außenhandelsbilanz" konkretisiert und als Projekt der Darstellung der Belastungen hinter dem Konsum beim 7. ACRP des Klimafonds erhalten werden.

Modellierung der hinter dem nationalen Konsum stehenden Klimaemissionen (climAconsum)

Auftraggeber
7. ACRP des Österr. Klima- und Energiefonds

Projektleitung
Andreas Windsperger, IIÖ

Projektdurchführung
Bernhard Windsperger, Andreas Windsperger, IIÖ

Projektpartner
JOANNEUM RESEARCH GmbH
Treeze Ltd
Rütter Soceco AG
Wirtschaftskammer Österreich
  - Sparte Industrie

Projektstatus
Beginn April 2015, Laufzeit 2 Jahre

Für Maßnahmen zur gezielten Reduktion von Treibhausgasemissionen (THG) ist die Kenntnis der Ursachen hinter den Emissionen notwendig. Zurzeit erfolgt die Erfassung von THG-Emissionen im Rahmen der nationalen Inventur (nach UNFCCC), bei der die Emissionen von Aktivitäten innerhalb der nationalen Grenzen erhoben werden. Die durch den internationalen Handel im Ausland ausgelösten Belastungen werden dabei nicht berücksichtigt. Für die Ermittlung der durch den Konsum ausgelösten Klimawirkungen ist die Einbeziehung der Treibhausgasemissionen hinter Importen und Exporten notwendig.

Für die Berechnung und Modellierung der konsumbasierten THG-Emissionen von Österreich wird in diesem Projekt ein "bottom-up" Ansatz gewählt, der auf einer physischen Güterflussbilanz mit der Erstellung von Prozessketten hinter den in Österreich konsumierten Produkten beruht. Dazu werden Im- und Exporte mit der inländischen Herstellung verknüpft.

Aus dieser Güterflussbilanz werden die Emissionen für die gesamte Prozesskette hinter dem Konsum errechnet. Dazu werden verwendet:

  • Lebenszyklus-Emissionskoeffizienten
  • ergänzt mit Faktoren für den technologischen Stand in den Produktionsländern der Industriebranche des jeweiligen Landes (Regionalisierung)
  • Berücksichtigung der Transportentfernung
  • und der üblichen Transportmittel

Dies ermöglicht eine Differenzierung der Emissionen in jene der Produktion in Österreich und jene der Produktion in den Import oder Exportländern. Damit können einerseits die Herkunft der THG-Emissionen erkannt und andererseits die Unterschiede in der Klimaintensität zwischen den Ländern dargestellt werden.

Die Untersuchung zeigt, dass Österreich deutlich mehr produktbasierte THG importiert als exportiert. Dadurch liefert diese Darstellung ein transparenteres Bild über die wahren Klimawirkungen des österreichischen Konsums und somit können Handlungsfelder, welche sich für Maßnahmen zur THG-Reduktion anbieten, identifiziert werden.


Klimafonds

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des 7. ACRP durchgeführt.



Zur "climaconsum" Homepage
Analyse der Klimabelastungen verschiedener Konsumbereiche

Für die Erreichung der aktuellen Paris-Klimaziele (2°C Ziel) wird ein umfangreicher Transformationsprozess benötigt, der sowohl Veränderungen in der Produktionsstruktur (z.B. effizientere Produktion, Umstieg auf erneuerbare Energieträger), als auch ein verändertes Konsumverhalten beinhaltet. Dadurch werden detaillierte Informationen über die Hintergründe und Ursachen von Klimabelastungen des Konsums von immer größerer Bedeutung.

Auftraggeber
Sunpor Kunststoff GmbH

Projektleitung
Andreas Windsperger, IIÖ

Projektdurchführung
Bernhard Windsperger, Andreas Windsperger, IIÖ

Projektstatus
Abschluss 2017

Deshalb ist das Ziel dieser Studie die Analyse des Konsumverhaltens in Österreich hinsichtlich der damit in Verbindung stehenden Klimabelastungen durch Treibhausgase (z.B. CO2, CH4, N2O). Dabei sollen die pro Kopf Emissionen und die Emissionen verschiedener Konsumbereiche dargestellt werden, um aufzuzeigen in welchen Konsumbereichen die größten Potenziale zur Treibhausgasreduktion liegen und damit den KonsumentInnen Informationen über deren Einflussmöglichkeiten zu geben. Darüber hinaus wurde noch der Einfluss von Dämmung bei der Sanierung von Wohngebäuden untersucht.

Im Zuge dieser Studie wurden zwei unterschiedliche Ansätze verfolgt, um die THG-Emissionen hinter dem Konsum pro Kopf zu berechnen.

  • "top-down" über den nationalen physischen Konsum von Produkten in Verbindung mit LCA-Faktoren, umgerechnet auf die Klimabelastungen pro Kopf (LCA = Life Cycle Analysis)
  • "bottom-up" über den Konsum (physische Menge) eines ausgewählten und repräsentativen Warenkorbes an Konsumprodukten in Verbindung mit LCA-Faktoren bzw. Daten aus Ökobilanzen

Die beiden Methoden haben zu vergleichbaren Ergebnissen geführt, deren Unterschiede durch die Zahl der betrachteten Konsumprodukte begründet sind. Insgesamt ist klar ersichtlich, dass die Herstellung der Konsumprodukte (im Inland und im Ausland) deutlich emissionsintensiver ist und somit größere Belastung bewirkt als die Nutzung der Produkte in Österreich. Es wäre daher wichtig, die verfügbaren Klimareduktions-Potenziale in beiden Bereichen zu nutzen. Aus den Ergebnissen konnten folgende Empfehlungen abgeleitet werden:

  • Wert- und klimabewusster Konsum von klimafreundlichen und langlebigen Konsumprodukten (und nur in Maßen)
  • Sensibilisierung der KonsumentInnen für die mit dem täglichen Konsum einhergehenden Klimabelastungen
  • Sparsames Autofahren
  • Dämmen von Gebäuden und energiebewusstes Heizen
  • Bewusste Ernährung mit maßvollem Fleischkonsum
  • Bewusstes Nutzen von Klimaamortisation bei Anschaffungen - Produkte, deren Herstellaufwand durch verringerte Emissionen bei der Nutzung rasch kompensiert wird
BLI-Wirkungsanalyse

Eine Fortsetzung der Arbeiten im Klimabereich für Bundesländer ist die Darstellung der Auswirkung von Maßnahmen auf die Emissionsentwicklung des jeweiligen Landes. Dafür wurde ein fächerübergreifendes Modell für das NÖ-Klimaprogramm entwickelt, mit dem auch 2014 die Effekte von Maßnahmen des NÖ-Klima- und Energieprogramms auf nationale Bewertungssysteme dargestellt wurden.

Analyse der BLI auf die Maßnahmenwirkungen des NÖ Klima- und Energieprogramms

Auftraggeber
NÖ Landesregierung

Projektleitung
Hermann Schmidt-Stejskal, IIÖ

Projektdurchführung
Hermann Schmidt-Stejskal

Projektstatus
wird jährlich aktualisiert

Um die Relevanz und die Wirksamkeit von Klimaschutz-Maßnahmen erkennen zu können, ist eine Darstellung des Zusammenhanges zwischen den Maßnahmen und der Emissionsentwicklung notwendig. Dafür wurde ein fächerübergreifendes Modell für das NÖ-Klima und Energieprogramm entwickelt.

Ziel der Arbeiten ist die Darstellung der Effekte von Maßnahmen des NÖ-Klima- und Energieprogramms und deren Verbindung zu nationalen Bewertungssystemen. Die Arbeiten umfassen:

  • die Erhebung der Daten zu Bereichen und Maßnahmen
  • die Auswertung nach unterschiedlichen methodischen Verfahren
  • die Diskussion in Handlungsfeld- und Bereichstreffen
  • die Dokumentation bei Präsentationen und in Berichten

Im Rahmen des Wirkungs-Monitoring zum NÖ Klima- und Energieprogramm werden die Datensätze zu Zielen, Strukturen und Maßnahmen mit den Fachabteilungen abgestimmt, und laufend an das nationale Monitoring u.a. zum Klimaschutzgesetz angepasst. Die Daten zu den Zielen und Bereichen werden in einer Datenbank in Evidenz gehalten und vom IÖ jährlich aktualisiert. Die Maßnahmen-Indikatoren tragen die Fachabteilungen direkt in diese Datenbank ein, im Rahmen des Umsetzungs-Monitorings erfolgt die Erhebung des Umsetzungsstandes der Instrumente, das IÖ überprüft die Daten auf deren Vollständigkeit und Plausibilität. Für ein erfolgreiches Umsetzen des NÖ Klima- und Energieprogramms 2020 wird eine breite Diskussion der Inhalte mit ExpertInnen und Fachorganisationen aus unterschiedlichen Abteilungen des Landes NÖ durchgeführt, für die das aufgebaute Monitoringsystem die Informationen über die Aktivitäten und Effekte liefert.

Die Ergebnisse und Inhalte werden in den KEP-Factsheets der Bereiche und in dem KEP-Factsheet Gesamt zusammengefasst und dienen als Grundlage für das KEP-Journal 2017

Download der Klimaberichte




Kohlenstoffbilanzierung in Klimabewertungsverfahren

Mit der steigenden Bedeutung des Klimawandels kommt auch der Frage nach der Klimabelastung von Produkten gesteigerte Bedeutung zu. Für die Bewertung der Klimarelevanz werden aber oft unterschiedliche Methoden herangezogen. Speziell bei in Konkurrenz mit Holz stehenden Bauprodukten sind auch die Kohlenstoffbilanzierung und die CO2-Speicherung wesentlich. Es stellte sich nun die Frage, ob bei den verwendeten Bewertungssystemen bei diesen Fragen ähnliche Methoden verwendet werden und wie neue methodische Entwicklungen die Ergebnisse verändern würden.

Kohlenstoffbilanzierung von Holz im Rahmen von Klimabewertungsverfahren

Auftraggeber
FV Steine und Keramik

Projektleitung
Andreas Windsperger, IIÖ

Projektdurchführung
Bernhard Windsperger

Projektstatus
abgeschlossen 2014

Ziel dieses Projekts ist die Analyse der aktuellen Situation und der absehbaren Entwicklungen bei den für den Klimaschutz relevanten forstlichen Ressourcen. Dabei werden Klimabewertungsverfahren, die sich mit der Kohlenstoffbilanzierung von Holz als Ressource und Holz als Produkt beschäftigen, auf ihre verwendete Methodik untersucht. Ziel ist es zunächst eine vergleichende Analyse der derzeitigen methodischen Herangehensweisen durchzuführen und anschließend diese mit neuen wissenschaftlichen Ansätzen der CO2-Bilanzierung für Biomasse zu vergleichen und mögliche Konsequenzen zu ermitteln.

Konkret betrachtet werden dabei folgende Ebenen der Klimabewertung:

  • Nationale Treibhausgasinventur im Rahmen des UNFCCC und des Kyoto Protokolls
  • Betriebliche Klimabewertung anhand von Nachhaltigkeitsberichten nach GRI, Umwelt- und Energiemanagementsystemen und dem Emissionszertifikategesetz (EZG)
  • Klimarelevante Produktbewertung in Form von Umweltproduktdeklarationen (EPD) und dem Product Carbon Footprint

Luftschadstoffe - IST-Situation und Trends

Schon seit Beginn der Tätigkeit wurden Emissionserhebungen im Industriebereich durchgeführt, die seither mehrfach und für einzelne Stoffgruppen detaillierter aktualisiert werden konnten. Die Schwerpunkte der Arbeiten lagen 2013 auf den Emissionen von CO2 und NEC-Gasen aus dem Industriebereich. Ein Schwerpunkt war hier eine Studie für die Sparte Industrie, bei der die Situation und die Maßnahmen der Industrie, sowie auch weitere mögliche Potenziale im Industriebereich betrachtet wurden.

Maßnahmen der Industrie zur Emission von klimarelevanten, konventionellen Luftschadstoffen und Staub

Auftraggeber
Sparte Industrie der WKO

Projektleitung
Andreas Windsperger, IIÖ

Projektdurchführung
Andreas Windsperger

Projektstatus
abgeschlossen 2014

Die Klimaproblematik und die Einhaltung der Reduktionsziele sind für den Industriebereich weiterhin von großer Bedeutung. Im Rahmen der Arbeiten wurden die Maßnahmen, die die Industrie seit 2006 gesetzt hat erhoben und ihre Wirkungen abgeschätzt. Dabei wurde die Methodik der Emissionsinventuren darauf untersucht, inwieweit die Wirkungen von auf betrieblicher Ebene gesetzten Maßnahmen sichtbar sind. Diese Verbindung zwischen bottom-up und top-down orientierten Erhebungen stellte einen Schwerpunkt der Arbeit dar. Darüber hinaus wurden auch offene Reduktionspotenziale in den einzelnen Branchen und die Erfordernisse für die Umsetzung betrachtet.

Die Ergebnisse zeigen:

  • Welche Art und Zielrichtung die Maßnahmen aufweisen.
  • Welche ökonomischen Aufwendungen damit verbunden waren und wie die Energie- und Kosteneffizienz verändert wurden.
  • Welche Strategien für die Lukrierung verbliebender Potenziale notwendig sind.
  • Ob methodische Verbesserungen für die Inventuren angeregt werden können.

Grenzwerte für Feuerungsanlagen

Die heutige Umweltgesetzgebung ist ständigem Wandel unterworfen. Einerseits ergibt sich dieser durch fortlaufende technische Entwicklung der Minderungs- aber auch der Prozesstechnologien, andererseits werden die Ansprüche der Menschen an eine gesunde Umwelt immer höher. Für die Wirtschaft entstehen daraus Herausforderungen, die einerseits finanzielle Aufwendungen verursachen, bei denen sich aber auch oft die Frage der Machbarkeit stellt.

Vergleich der Grenzwerte in Entwürfen zur Feuerungsanlagen -Verordnung für mittelgroße Feuerungsanlagen

Auftraggeber
Sparte Industrie der WKO

Projektleitung
Andreas Windsperger, IIÖ

Projektdurchführung
Andreas Windsperger

Projektstatus
abgeschlossen 2014

Die für die WKO durchgeführte Arbeit betraf die Frage nach den Veränderungen in den Entwürfen zur Verordnung für mittelgroße Feuerungsanlagen. Speziell sollte betrachtet werden, welche mittelgroßen Feuerungsanlagen (1 bis 50 MW) voraussichtlich die größten Probleme mit den vorgeschlagenen Grenzwerten der im Anhang II des diesbezüglichen Richtlinienvorschlags der EK haben werden. Weiters ob Probleme aufgrund der technischen Besonderheit von Anlagen oder eher aufgrund deren Altersstruktur auftreten.

Es wurden Listen erstellt, in denen die vorgeschlagenen Grenzwerte mit bestehenden Regelungen verglichen und auf Machbarkeit mit dem aktuellen technischen Stand geprüft wurden.

Klimaadverse Förderungen in Salzburg

Durch Erfahrungen in Energie- und Klimamaßnahmen erfolgte eine Analyse der Förderungen im Land Salzburg hinsichtlich der den Klimazielen entgegenlaufenden Effekte. Mittels Wirkungsmatrix wurden die klimarelevanten Effekte der einzelnen Förderungen dargestellt und Vorschläge für eine Adaptierung der Förderbedingungen ausgearbeitet.

Prüfung von Förderungen, Beihilfen und Zuschüssen

Auftraggeber
Land Salzburg

Projektleitung
Andreas Windsperger, IIÖ

Projektdurchführung
Brigitte Windsperger, A. Windsperger

Projektstatus
abgeschlossen 2014

Die durch das Land Salzburg gewährten Förderungen, Beihilfen und Zuschüsse wurden auf ihre potenzielle klimaadverse Wirkung geprüft. Die Ergebnisse sollen dem Land Salzburg dazu dienen, möglichst klimaadverse Förderungen zu vermeiden.

Es wurde eine Gesamtliste der zu betrachtenden Förderungen nach ihrer Relevanz erstellt. Wesentlich war hierbei die Abgrenzung des Umfangs der Betrachtung, die gemeinsam mit dem Auftraggeber durchgeführt wurde. Die möglichen klimarelevanten Effekte der einzelnen Förderungen wurden nach Prüfbereichen abgeschätzt. Unterstützend waren dabei Gespräche mit den Verantwortlichen in den wesentlichen Fachabteilungen.

Schließlich erfolgt eine Zusammenstellung der Förderungen mit ihrer abgeschätzten klimarelevanten Effekte in einer Wirkungsmatrix. Die Klimawirkungen der Förderungen wurden einer dreistufigen ABC-Bewertung unterzogen.




Die Bewertungsergebnisse wurden im Anschluss besprochen, begründet, argumentiert und adaptiert. Für die als klimaadvers identifizierten Förderungen wurden Vorschläge zur Adaptierung der Förderbedingungen ausgearbeitet, um eine Vermeidung bzw. Reduzierung der gegenläufigen Effekte zu gewährleisten.

Energieeffizienz-Richtlinie (EED)

Analyse des bestehenden Marktes an Energiedienstleistungen und weitergehender Potenziale für die Umsetzung der Energieeffizienzrichtlinie in Österreich

Auftraggeber
BMWFW

Projektverantwortung
Andreas Windsperger, IIÖ

Projektdurchführung
Brigitte Windsperger, Bernhard Windsperger, Georg Schörner

Projektstatus
abgeschlossen 2014

Die Energieeffizienz-Richtlinie (EED), welche auf EU-Ebene seit 4.12.2012 in Kraft ist, muss auch in Österreich bis Juni 2014 (innerhalb von 18 Monaten ab Veröffentlichung) in nationales Recht umgesetzt werden. Die EU hat sich zum Ziel gesetzt bis 2020 20% ihres Primärenergieverbrauchs einzusparen. Von jedem Mitgliedsstaat muss ein konkretes Energieeffizienzziel gesetzt werden, das es schließlich zu erreichen gilt. Dieses Ziel kann sich entweder auf den Primär- oder den Endenergieverbrauch, die Primär- oder Endenergieeinsparungen oder die Energieintensität richten. Bereits getätigte Maßnahmen (early actions) können dafür zum Beispiel angerechnet werden. Diese Umsetzung ist in Österreich derzeit noch am Laufen.

Die breite Anwendung von Energiedienstleistungen ist ein wesentliches Instrument für die Steigerung der Energieeffizienz. Darunter wird das Angebot einer energiebeozgenen Dienstleistung (Raumwärme, Licht, etc.) anstelle der üblichen Lieferung des Energieträgers (Gas, Öl, Biomasse, Strom) verstanden. Die Wichtigkeit derartiger Dienstleistungen ist auch in der EED dokumentiert.

Im gegenständlichen Vorhaben wurde zunächst der Energiedienstleistungsmarkt in den drei Teilmärkten analysiert und anschließend Möglichkeiten der erfolgreichen Ausweitung entwickelt. Der erste Schritt war ein Überblick über den gesamten Dienstleistungsmarkt mit statistische Daten und Interviews mit Fachexperten. Der Fokus lag dabei auf der Ermittlung der Anzahl an Marktteilnehmern, Verträge und Auftragsvolumen, Qualifikationsstand sowie bei Contracting Aufteilung zwischen Einspar- und Anlagencontracting. Damit konnten die bereits erfolgreich abgedeckten Bereiche und die etablierten DL-Systeme herausgearbeitet werden. Danach werden potenziell erfolgversprechende Bereiche, auf die Möglichkeiten der Anwendung von beispielsweise Contracting-Modellen geprüft und die Anforderungen an eine erfolgreiche Umsetzung dargestellt. Weiters wird eine Abschätzung des Gesamtpotenzials aller drei Teilmärkte erfolgen. Dabei könnte eine Liste mit Indikatoren erstellt werden, mit denen die Entwicklung und Wachstumspotenziale des Dienstleistungsmarktes aufgezeigt werden sollen.

Abschließend soll eine Darstellung und Bewertung von vorhandenen Hemmnissen auf dem Energiedienstleistungsmarkt durchgeführt und davon ausgehend mögliche Lösungsansätze ausgearbeitet werden.

Abfallweitergabe von Betriebsstandorten

Zusammenstellung relevante Regelungen im AWG für die Weitergabe von Abfällen an Betriebsstandorten in NÖ

Auftraggeber
NÖ Landesregierung

Projektleitung
Andreas Windsperger, IIÖ

Projektdurchführung
Andreas Windsperger

Projektstatus
abgeschlossen 2014

Für Betriebsstandorte des Landes Niederösterreich wurde eine Erhebung vorliegender Abfälle durchgeführt, die für die Weitergabe relevanten Regelungen im AWG zusammengestellt und der daraus entstehende Handlungsbedarf aufgezeigt.

Abfallanalyse

Abfallanalyse der NÖ-Landesregierung zur Ermittlung von Abrechnungsdaten für Verpackungen des Landes mit der ARA

Auftraggeber
NÖ Landesregierung, LAD3

Projektverantwortung
IIÖ

Projektdurchführung
A. Windsperger, B. Windsperger, Bernhard Windsperger

Projektstatus
abgeschlossen

Die Verpackungsverordnung (VerpackVO) ist eine Verordnung auf Basis des Abfallwirtschaftsgesetzes und verpflichtet alle österreichischen Hersteller, Vertreiber und Importeure, die Verpackungen bzw. verpackte Waren im österreichischen Bundesgebiet in Verkehr setzen, zur unentgeltlichen Rücknahme und zur Wiederverwendung bzw. Verwertung dieser Verpackungen.

Durch Abschluss einer Lizenzvereinbarung mit der Altstoff Recycling Austria AG (ARA AG) und die Entrichtung der mengen- und packstoffabhängigen Lizenzentgelte können Institutionen ihre Verpflichtungen aus der österreichischen VerpackVO auf die ARA AG übertragen. Diese ist ein Beratungsunternehmen für Verpackungssammlung und -verwertung und übernimmt all diese Verpflichtungen und sorgt für die effiziente und kostengünstige Sammlung, Entsorgung und Verwertung sämtlicher Verpackungen.

Ziel des gegenständlichen Projektes war es, die in der Niederösterreichischen Landesregierung anfallenden Verpackungsstoffe sowie deren einzelne Faktionen hinsichtlich ihrer Lizenzierung bei der ARA darzustellen. Dabei sollte eruiert werden, ob diese bzw. welcher Anteil der gesammelten Verpackungsstoffe über die ARA AG lizensiert sind. Dabei ist nicht die Erhebung der Gesamtmenge der einzelnen Fraktionen Hauptschwerpunkt der Erhebung, sondern die Herkunft und die Nutzungsart der Fraktionen, um daraus den Anteil der ARA- Lizensierung ableiten zu können. Der Abgleich mit den von der AVE gemeldeten Gesamtmengen und mit einer 2010 durchgeführten Studie diente der Kontrolle der Repräsentanz der durchgeführten Erhebung.

Abschließend konnten aus den Ergebnissen der Analyse gemeinsam mit den Mengenangaben der AVE für das Jahr 2012 die für die Verrechnung mit der ARA notwendigen Daten ermittelt werden.

Energieversorgung

Zukunftsfähige Energieversorgung für Österreich

Auftraggeber
BMWA und BMVIT, Energie der Zukunft

Projektleitung
Umwelt Management Austria

Projektdurchführung
Andreas Windsperger, Marcus Hummel, IIÖ gemeinsam mit dem Forum Wissenschaft und Umwelt

Projektstatus
abgeschlossen 2010

Im Rahmen dieses Projekts wird ein Konzept für eine zukunftsfähige Energieversorgung erarbeitet. Diesem Ziel entsprechend beschäftigt sich das Projekt sowohl mit dem Thema Effizienter Energieeinsatz als auch mit dem Thema Erneuerbare Energien. Es soll bereits eine Konsensfindung für ein neues, zukunftsfähiges Energiesystem eingeleitet werden.

Das Projekt erstellt eine Grundlage zur Umsetzung eines nachhaltigen Energiesystems dar. Dabei werden sowohl ökonomische, ökologische als auch soziale Aspekte berücksichtigt. Hierdurch wird auch durch die im Rahmen des Projekts eingeleitete Konsensfindung die Verwirklichung eines nachhaltigen Energiesystems realistisch.

Bei der Konzeption des nachhaltigen Energiesystems werden in besonderem Maße auch Aspekte des Umweltschutzes berücksichtigt, sodass das neue Konzept auch ökologisch tragfähig ist. Eine besondere Rolle spielt dabei die Reduktion der Klimawirkungen. Nachdem das Konzept von einer vollständigen Umstellung des Energiesystems auf eine erneuerbare Energieversorgung ausgeht, wird bei der Umsetzung des Konzepts der Ausstoß der Treibhausgase merklich reduziert.

Artikel "Modell erneuerbare Energiebedarfsdeckung"
Artikel "Model for a Sustainable Energy Supply for Austria"

Klimaschutzpotzenziale für biogene Kunststoffe

Klimaschutzpotenziale beim forcierten Einsatz biogener und Konventioneller Kunststoffe

Auftraggeber
Klima- und Energiefonds, Neue Energien 2020 (1. Ausschreibung)

Projektleitung
denkstatt GmbH

Projektdurchführung
Maria Thurner, Andreas Windsperger, gemeinsam mit denkstatt GmbH

Projektstatus
abgeschlossen 2010

Im gegenständlichen Projekt wurde untersucht, welche Beiträge insbesondere Biokunststoffe, aber auch konventionelle, energiesparende Kunststoffprodukte (Nutzen in der Gebrauchsphase überwiegt Aufwände der Produktion & Verwertung) zur nachhaltigen Steigerung der Energieeffizienz leisten können und mit welchen Effekten für Ressourcenschonung und Reduktion von Treibhausgasen gerechnet werden kann.

Dabei wurde speziell das Potenzial für eine Umstellung von fossiler auf biogene Rohstoffbasis in allen potentiellen Anwendungsbereichen und deren Auswirkung auf Energieeinsatz, Treibhausgasemissionen und Kosten aufgezeigt. Breite Akzeptanzschaffung für Resultate und Maßnahmenvorschläge wurde durch Einbindung wesentlicher Stakeholder in einem begleitenden Stakeholderdialog erreicht.

Bericht zum Download

Lösemittelemisionen

Revision der Lösemittelemissionen der österreichischen Luftschadstoffinventur (OLI)

Auftraggeber
BMLFUW, UBA

Projektverantwortung
Andreas Windsperger, IIÖ

Projektdurchführung
Hermann Schmidt-Stejskal, IIÖ

Projektstatus
abgeschlossen 2009

Nach der derzeitigen Methodik der Lösemittel-Luftschadstoffinventur (OLI) werden die Import-, Export und Produktionsstatistiken erhoben, die Aktivität "Non-solvent Use", die Emissionsfaktoren der jeweiligen SNAP und die "Prozentuelle Verteilung" der Lösemittel auf die jeweiligen SNAP; werden aber aus früheren Studien unverändert fortgeschrieben.

Ziel der Arbeiten ist die Aktualisierung der strukturellen Grundlagen des Top-down - Bottom-up Modells zur verbesserten Ermittlung der Gesamtlösemittelmengen und die Aktualisierung der Methodik der Inventur-Fortschreibung durch:

  • Analyse von Import und Export der relevanten Positionen in der Außenhandelsstatistik und der Produktionsstatistik
  • Aktualisierung der Aktivitäten des non-solvent use unter Berücksichtigung der Veränderungen im Treibstoffbereich
  • Aktualisierung der Erhebung der Lösemittelgehalte

Die Arbeiten wurden inhaltlich in Abstimmung mit dem Umweltbundesamt, Dipl. Geogr. Traute Köther und dem BMLFUW, Mag. Martin Kriech durchgeführt.

Bericht zum Download

Luftschadstoffinventur

Aktualisierung und methodische Verbesserung der Österreichischen Luftschadstoffinventur für Schwebstaub

Auftraggeber
UBA GmbH

Projektverantwortung
AIT (vormals ARCS) und IIÖ

Projektleitung
AIT und IIÖ je nach Teilbereich

Projektdurchführung
IIÖ gemeinsam mit AIT

Projektstatus
abgeschlossen 2007

Die österreichischen Emissionen von Schwebstaub (particulate matter, PM) wurden im Rahmen der vorliegenden Studie neu erfasst. Grundlagen waren eine Vorgängerstudie zu diesem Thema, die Österreichische Luftschadstoff-Inventur (OLI) und neue wissenschaftliche Arbeiten zur Quantifizierung der Emissionen von Schwebstaub.

Das Konzept der "potentiellen Emissionen" wurde entwickelt, um deutliche Diskrepanzen zwischen zwei Arten von Ergebnissen zu beschreiben, wobei einmal das zur atmosphärischen Freisetzung verfügbare Material quantifiziert wurde, im anderen Fall atmosphärische Konzentrationen. "Potentielle Emissionen" sollen als Obergrenzen möglicher Stoffflüsse verstanden werden, die jedoch Bestätigung aufgrund von atmosphärischen Messungen benötigen, bevor sie für eine Inventur verwendet werden - sie zu inkludieren, würde eine Verdoppelung der gesamten PM-Emissionen (total suspended particles, TSP) bedeuten. Potentielle Emissionen treten primär bei diffusen Staubquellen auf, die die Gesamtemissionen und die großen Teilchenfraktionen dominieren. TSP-Emissionen in Österreich stammen aus industriellen Prozessen (etwa ein Drittel; allerdings ist die Zahl möglicherweise besonders durch potentielle Emissionen - und die damit verbundene Unsicherheit - beeinflusst), Straßenverkehr (etwa ein Viertel), Landwirtschaft, und Kleinverbraucher. Kleinere Größenfraktionen (PM10, und besonders PM2.5) werden durch Verbrennungsemissionen verursacht, also bei Kleinverbrauchern, dem Straßenverkehr und dem sonstigen Verkehr.

Im Zeitverlauf zwischen 1990 und 2005 zeigen sich Emissionszunahmen beim Straßenverkehr, trotz technischer Verbesserungen, aufgrund der noch stärkeren Steigerung der Fahrleistung. Umgekehrt findet man bei den Kleinverbrauchern sinkende Emissionen bei zunehmender Verwendung von Holz als Brennstoff: Hier werden die Effizienzsteigerungen moderner Kleinfeuerungsanlagen deutlich.

Verbesserungen der Inventur verlangen vor allem zusätzliche Aktivitäten für Messungen, insbesondere dort, wo die potentiellen Emissionen eine bedeutende Rolle einnehmen. Im Bereich der Verbrennungsemissionen wären Verbesserungen der Inventur primär durch genauere Zahlen zum Anteil von Holz, welches in modernen Anlagen verfeuert wird, möglich. Erfolgversprechende Maßnahmen zur Emissionsreduktion umfassen vor allem die Stilllegung veralteter Geräte. Hier sind sowohl alte Dieselmotoren in der Quellgruppe sonstiger Verkehr genauso wie alte, ineffiziente Holzheizungen betroffen. Möglicherweise können Maßnahmen in Kalksteinbrüchen die Reduktion diffuser Emissionen bewirken. In Hinblick auf die große räumliche und zeitliche Variabilität stimmen die Ergebnisse von österreichischen Studien zur Quellenanalyse (basierend auf atmosphärischen Messungen in verschiedenen österreichischen Städten) mit dieser Inventur überein. Zusätzliche Beachtung sollte jedoch der Quantifizierung von Quellen außerhalb von Städten, wie etwa jenen der industriellen Prozesse, gewidmet werden.

Bericht zum Download